Home arrow Projekte arrow Argentinien Wednesday, 25. April 2018


Die Not in Argentinien hat in den verschiedenen Gegenden unterschiedliche "Gesichter" und Gründe.

Jujuy ist die nördlichste Provinz Argentiniens und grenzt an Chile und Bolivien. Viele der Einwohner sind indianischen Ursprungs. Arbeitslosigkeit und finanzielle Probleme haben dazu geführt, dass die Provinz großen politischen Zerreißproben ausgesetzt ist. Streiks und Demonstrationen, die oft auch in Gewalt ausarten, erschweren den Alltag.

Die Provinzhauptstadt San Salvador de Jujuy liegt 1000 m hoch am Fuß der Anden. Die Gegensätze von Arm und Reich sind groß. Neben modernen Hochhäusern gibt es viele Elendsviertel mit Wellblechhütten, in denen es in den Wintermonaten bitterkalt ist.  

Die Familienverhältnisse sind oft problematisch und von Gewalt geprägt. Alkoho­lismus und Drogenabhängigkeit sind an der Tages­ordnung. In den letzten Jahren hat sich das Drogen­problem durch das starke Wachstum der Stadt noch verschlimmert und die Kriminalität ist extrem angestiegen. Im Kinderheim „Hogar del Sol" und in unserer Tagesstätte „Arca de Noé" werden  besonders gefährdete Kinder und deren Familien von drei Christusträger-Schwestern und vielen argentinischen Mitarbeitern betreut.

 





  • ca. 44.000.000 Einwohner

  • 90% der Bevölkerung sind europäischer Abstammung, der Rest gehört zu 30 verschiedenen indigenen Völkern

  • Amtssprache ist Spanisch, daneben einige regionale Sprachen

  • Religionen: 76 % katholische Christen, 9 % Protestanten, kleine Gruppen von Juden und Muslimen, ca. 12 % bezeichnen sich selbst als religionslos

  • Wirtschaft: Dienstleistungen: 55%, Industrie: 35,6%, Landwirtschaft: 9,4%