Coronavirus aktuell

Aktuelle Informationion zu Auswirkungen des Coronaviruses

Wohin man auch kommt, mit wem man auch spricht – es ist das Thema Nr. 1. Wie sind die aktuellen Verhaltensregeln, wie können wir uns schützen und ähnliche Fragen werden diskutiert.

Liebe Freunde und Paten des Christusträger-Waisendienstes,
an dieser Stelle erhalten Sie Informationen zur aktuellen Situation in unseren verschiedenen Arbeitszweigen.

ACHTUNG: Unsere Hilfsaktion für die Familien unserer Kinder und besonders von der Krise betroffenen Menschen in der Umgebung unserer Projekte hat begonnen. Sie können hierfür unter dem Stichwort “Corona-Hilfe” spenden. Eingehende Spenden werden wir jeweils in dem Land und an der Stelle einsetzten, an der es am nötigsten ist. Unsere Spenden-Info und Bankkonten finden Sie hier: Klick

Auch einige Sofortmaßnahmen konnten schon durchgeführt werden. Hier finden Sie einen kurzen Bericht dazu Klick

Argentinien

In Argentinien sind alle Schulen geschlossen und es gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen. Die Kita „Arche Noah“ ist geschlossen. Die Regierung hat Lebensmittel bereit gestellt, die an die bedürftigen Familien verteilt werden. Die Kinder vom „Hogar del Sol“ sind weiter in ihren Familiengruppen, für sie gibt es keine andere Möglichkeit. Die Schwestern besorgen Lebensmittel oder Medizin, die Hausmütter und Kinder dürfen das Gelände nicht verlassen. Wie gut, dass vor einigen Monaten Freiwillige aus der Schweiz neue Spielgeräte im Garten konstruiert haben, die jetzt eifrig benutzt werden.

Weil ein Infektionsfall in der Provinz gemeldet wurde, ist wieder strenger „Lockdown“ verordnet worden. So muss die Kita weiter geschlossen bleiben.

Infektionsfälle unter unseren Kindern und Mitarbeitern sind bisher nicht bekannt.

Bulgarien

13.07.2020: Die Zahl der Corona-Fälle steigt seit einiger Zeit wieder stark an. Daher wurden die Ausgangsbeschränkungen verlängert und einige vorherige Lockerungen zurückgenommen. Es ist ungewiss, ob die Schulen im September wieder öffnen können. Von offizieller Seite werden zurzeit Pläne für Fernunterricht im Herbst vorbereitet.

Die Regionalzentren (größere Städte) durfen nur mit Passierschein verlassen werden. Die Menschen sind verpflichtet, in der Öffentlichkeit Mund und Nase in geeigneter Weise zu bedecken (Tuch oder Maske).

Alle Aktivitäten in unseren Räumlichkeiten wurden eingestellt. Alle Lehr-Angebote wie Unterricht, Nachhilfe und ähnliches werden in Form von Fernunterricht weitergeführt. Unser örtlicher Partnerverein unterstützt auch die staatlichen Schulen dabei, den Kontakt in die Roma-Familien zu halten und ermöglicht auch dort den Fernunterricht.

Die Regierung hat begonnen, Lebensmittel für Bedürftige zur Verfügung zu stellen. Die Verteilung hat sich allerdings als schwierig herausgestellt, da viele arme Familien unter falscher oder unvollständiger Adresse gemeldet sind. Auch hier können unsere MitarbeiterInnen helfen. Da uns viele der Familien persönlich bekannt sind, konnten wir die Verteilung organisieren.

Infektionsfälle unter unseren Kindern und Mitarbeitern sind bisher nicht bekannt.

Indien

07.08.2020: Die Wiederöffnung der Schulen wurde auf den 5. September verschoben.

08.06.2020: In Indien steigt die Zahl der Erkrankten rasant an. In den letzten Tagen wurden täglich über 9000 neue Fälle registriert.

Seit Anfang Juni gibt es je nach Region und den dortigen Corona-Zahlen entweder erste Lockerungen oder Verschärfungen der Corona-Maßnahmen. Die Schulen bleiben aber weiterhin im ganzen Land geschlossen. Voraussichtlich soll der Unterricht ab 15. August wieder beginnen.

Durch das enorme Engagement unserer einheimischen Mitarbeiter ist es uns gelungen, alle Familien unserer Kinder über unser Corona-Hilfsprogramm mit Lebensmitteln zu versorgen. Dieses Lebensmittelprogramm werden wir bis zur Aufnahme des normalen Projektbetriebes fortführen. Nähere Informationen zu unserem Hilfsprojekt finden Sie hier

Alle Projekte sind dem 28.04. geschlossen. Auf Anordnung der Regierung dürfen wir nur vereinzelte Kinder als Härtefälle in unserer Versorgung behalten. Auch alle Schulen haben den Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Abschlussexamen, die zurzeit durchgeführt worden wären, wurden abgesagt oder verschoben.

Es bestehen regional sehr unterschiedliche Ausgangssperren. Die Menschen dürfen ihre Häuser teilweise nur nach festgelegten Kriterien und zu bestimmten Zeiten verlassen, um das Nötigste zu kaufen. Die Ausgangssperre wird auch mit Gewalt durchgesetzt. Besondere Sorge bereiten uns die Massen von Wanderarbeitern, die noch immer zu Hunderttausenden – teilweise zu Fuß – in ihre weit entfernten Heimatdörfer unterwegs sind. Oft halten sie sich eng gedrängt an verschiedenen Orten auf und sind so besonders der Infektionsgefahr ausgesetzt. Inzwischen kommt es zu Protesten von Hunderttausenden. Weitere Informationen dazu lesen sie auf tagesschau.de

Unsere Heimleiter tun alles in ihrer Macht Stehende, um mit den Kindern bzw. den Eltern in Kontakt zu bleiben und so nach der Pandemie eine möglichst reibungslose Rückkehr in das jeweilige Heim zu gewährleisten. Dies gelingt bisher sehr gut. Die Heimleiter sprechen mindestens alle zwei Tage mit jedem Kind!

Das Budget für unsere Medizinischen Stationen haben wir für die Zeit der Corona-Krise erhöht, so dass unsere Mitarbeiter im Bedarfsfall sofort reagieren können.

Wir haben die Kommunikationssoftware “Zoom” für unsere indischen Projekte eingeführt. Dadurch können wir unsere Mitarbeiter im Rahmen von Online-Konferenzen ermutigen und effektiv Kontakt halten. Darin sehen wir auch für die Zeit “nach Corona” ein nützliches Werkzeug für unsere Arbeit (siehe Bild unten).

Bisher ist uns ein Corona-Fall unter unseren Kindern bekannt.

Indonesien

07.08.2020: Seit Beginn des Schuljahres (Mitte Juli) ist der Kindergarten in Marikoi wieder geöffnet. Es müssen Abstandsregeln und andere Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. In Marikoi selbst gibt es noch keine Fälle mit Corona, im Land Indonesien gelten strenge Bestimmungen.

In Indonesien beginnen die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. In Kalimantan sind in den größeren Städten die ersten Fälle aufgetreten, in Marikoi noch nicht. Seit Ostern ist der Kindergarten geschlossen. Die ersten Corona-Fälle sind in Kurun aufgetreten, ca. 60 km (Luftlinie – ca. 100 km auf dem Fluss) von Marikoi entfernt. Im Gesundheitsposten gibt es leider keinerlei Schutzartikel (Masken usw). Die Freunde vom Christopherus Semarang bemühen sich darum, etwas anzuschaffen und nach Marikoi zu schicken.

Pakistan

24.07.20 Es gibt keine allgemeinen Ausgangsbeschränkungen mehr, in Gebieten mit vielen Corona-Fällen werden regional begrenzte „smart lockdowns“ verhängt, die mehr oder weniger streng kontrolliert werden. Die Menschen sind angehalten, in der Öffentlichkeit bestimmte Hygieneregeln einzuhalten (Abstand, Masken), es halten sich aber längst nicht alle daran.

Die Wiederöffnung der Schulen wurde von der Zentralregierung auf den 15. September verschoben. Die privaten Schulen drängen jedoch auf eine frühere Öffnung, da sie bereits Lehrer entlassen mussten und Mieten nicht mehr finanzieren können. Ob den privaten Schulen ein früherer Start genehmigt wird, ist zurzeit noch ungewiss. Seit einigen Wochen gibt es für die Schüler Online-Unterricht oder die Schüler erhalten Aufgaben per WhatsApp. Bei einigen Schulen funktioniert dies sehr gut, bei anderen weniger.

Damit unsere Kinder dem Online-Unterricht folgen und ihre Hausaufgaben überhaupt machen können, sind sie zuerst in kleinen Gruppen zum Lernen in die Heime gekommen. Nach und nach ziehen sie nun gruppenweise wieder in die Heime ein. Dabei wird äußerst penibel auf die geltenden Hygieneregeln geachtet. Es wird bei allen regelmäßig die Temperatur gemessen und auf mögliche Krankheitsanzeichen geachtet, Nachhilfe-Lehrer und andere Personen, die von außen in die Heime kommen, tragen Masken. So sind die Kinder im Heim besser geschützt als in den schwierigen Wohnverhältnissen zuhause.

Bisher hatten sich zwei Kinder, die extern unterstützt werden, mit Covid19 infiziert. Beide sind inzwischen wieder gesund.

In Karachi hat die Provinz-Regierung strenge Schutzmaßnahmen verordnet. Schon Ende Februar wurden die Schulen geschlossen und die Abschlussprüfungen abgesagt. Ab Mitte März wurde das ganze öffentliche Leben lahmgelegt und die Kinder durften nicht mehr in den drei Heimen bleiben. Sie mussten zu ihren Angehörigen zurück, obwohl dort in den engen Behausungen die Ansteckungsgefahr viel größer ist. Die Schwestern und unsere deutsche Mitarbeiterin halten die Stellung und hoffen, dass die Kinder bald wieder in die Heime zurück können.

Auch unser Haus Emmanuel in Rawalpindi musste geschlossen und alle Kinder in ihre Familien entlassen werden. Seit Mitte März bis mindestens Ende Mai sind alle Schulen geschlossen. Wir sind sehr dankbar, dass wenigstens die Abschlussprüfungen der 10. Klasse vorher fertig waren. Anfang April kam eine neue Anordnung, dass die Schulen allen Kindern ausgedehnte Ferienhausaufgaben geben müssen, damit sie nicht so viel versäumen. Damit die Kinder aus schwierigen Verhältnissen damit zurechtkommen, begann Schwester Sonja zusammen mit den Nachhilfelehrerinnen vom Haus Immanuel einen „Hausaufgaben-Notdienst“, in dem besonders bildungsferne und schwache Kinder regelmäßig Anleitung und Betreuung bekommen.

Einen aktuellen Brief der Schwestern (18.06.2020 finden Sie hier


Gott, der Vater, wird auf die rechte Art geehrt, wenn jemand den Waisen und Witwen in ihrer Not beisteht...

Jakobus 1:27 a | Die Bibel (Gute Nachricht)