Coronavirus aktuell

Aktuelle Informationion zu Auswirkungen des Coronaviruses

Wohin man auch kommt, mit wem man auch spricht – es ist das Thema Nr. 1. Wie sind die aktuellen Verhaltensregeln, wie können wir uns schützen und ähnliche Fragen werden diskutiert.

Liebe Freunde und Paten des Christusträger-Waisendienstes,
an dieser Stelle erhalten Sie Informationen zur aktuellen Situation in unseren verschiedenen Arbeitszweigen.

ACHTUNG: Wir planen eine Hilfsaktion für die Familien unserer Kinder und besonders von der Krise betroffenen Menschen in der Umgebung unserer Projekte. Die Aktion soll beginnen, sobald es die Situation (Ende der Ausgangssperre oder Sondergenehmigung durch die Behörden) erlaubt. Sie können schon jetzt unter dem Stichwort “Corona-Hilfe” spenden. Eingehende Spenden werden wir jeweils in dem Land und an der Stelle einsetzten, an der es am nötigsten ist. Unsere Spenden-Info und Bankkonten finden Sie hier: Klick

Auch einige Sofortmaßnahmen konnten schon durchgeführt werden. Hier finden Sie einen kurzen Bericht dazu Klick

Argentinien

In Argentinien sind alle Schulen geschlossen und es gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen. Die Kita „Arche Noah“ ist geschlossen. Die Regierung hat Lebensmittel bereit gestellt, die an die bedürftigen Familien verteilt werden. Die Kinder vom „Hogar del Sol“ sind weiter in ihren Familiengruppen, für sie gibt es keine andere Möglichkeit. Die Schwestern besorgen Lebensmittel oder Medizin, die Hausmütter und Kinder dürfen das Gelände nicht verlassen. Wie gut, dass vor einigen Monaten Freiwillige aus der Schweiz neue Spielgeräte im Garten konstruiert haben, die jetzt eifrig benutzt werden.

Infektionsfälle unter unseren Kindern und Mitarbeitern sind bisher nicht bekannt.

Bulgarien

28.04.2020: Die Regierung hat die geltenden Einschränkungen und den Ausnahmezustand bis zum 13.05.2020 verlängert. Die Regionalzentren (größere Städte) durfen nur mit Passierschein verlassen werden. Die Menschen sind verpflichtet, in der Öffentlichkeit Mund und Nase in geeigneter Weise zu bedecken (Tuch oder Maske).

Alle Aktivitäten in unseren Räumlichkeiten wurden eingestellt. Alle Lehr-Angebote wie Unterricht, Nachhilfe und ähnliches werden in Form von Fernunterricht weitergeführt. Unser örtlicher Partnerverein unterstützt auch die staatlichen Schulen dabei, den Kontakt in die Roma-Familien zu halten und ermöglicht auch dort den Fernunterricht.

Die Regierung hat begonnen, Lebensmittel für Bedürftige zur Verfügung zu stellen. Die Verteilung hat sich allerdings als schwierig herausgestellt, da viele arme Familien unter falscher oder unvollständiger Adresse gemeldet sind. Auch hier können unsere MitarbeiterInnen helfen. Da uns viele der Familien persönlich bekannt sind, konnten wir die Verteilung organisieren.

Infektionsfälle unter unseren Kindern und Mitarbeitern sind bisher nicht bekannt.

Indien

20.05.2020: Die Ausgangssperre wurde bis zum 31. Mai verlängert.

28.04.2020: Alle Projekte sind geschlossen. Auf Anordnung der Regierung dürfen wir nur vereinzelte Kinder als Härtefälle in unserer Versorgung behalten. Auch alle Schulen haben den Betrieb bis auf weiteres eingestellt. Abschlussexamen, die zurzeit durchgeführt worden wären, wurden abgesagt oder verschoben.

Es besteht Ausgangssperre – nach derzeitigem Erlass bis 07.05.2020. Die Menschen dürfen ihre Häuser nur nach festgelegten Kriterien und zu bestimmten Zeiten verlassen, um das Nötigste zu kaufen. Die Ausgangssperre wird auch mit Gewalt durchgesetzt. Besondere Sorge bereiten uns die Massen von Wanderarbeitern, die derzeit zu Hunderttausenden – teilweise zu Fuß – in ihre weit entfernten Heimatdörfer unterwegs sind. Oft halten sie sich eng gedrängt an verschiedenen Orten auf und sind so besonders der Infektionsgefahr ausgesetzt. Inzwischen kommt es zu Protesten von Hunderttausenden. Weitere Informationen dazu lesen sie auf tagesschau.de

Unsere Heimleiter tun alles in ihrer Macht Stehende, um mit den Kindern bzw. den Eltern in Kontakt zu bleiben und so nach der Pandemie eine möglichst reibungslose Rückkehr in das jeweilige Heim zu gewährleisten.

Das Budget für unsere Medizinischen Stationen haben wir für die Zeit der Corona-Krise erhöht, so dass unsere Mitarbeiter im Bedarfsfall sofort reagieren können.

Wir haben die Kommunikationssoftware “Zoom” für unsere indischen Projekte eingeführt. Dadurch können wir unsere Mitarbeiter im Rahmen von Online-Konferenzen ermutigen und effektiv Kontakt halten. DArin sehen wir auch für die Zeit “nach Corona” ein nützliches Werkzeug für unsere Arbeit (siehe Bild unten).

Infektionsfälle unter unseren Kindern und Mitarbeitern sind bisher nicht bekannt.

Indonesien

In Indonesien beginnen die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. In Kalimantan sind in den größeren Städten die ersten Fälle aufgetreten, in Marikoi noch nicht. Seit Ostern ist der Kindergarten geschlossen. Die ersten Corona-Fälle sind in Kurun aufgetreten, ca. 60 km (Luftlinie – ca. 100 km auf dem Fluss) von Marikoi entfernt. Im Gesundheitsposten gibt es leider keinerlei Schutzartikel (Masken usw). Die Freunde vom Christopherus Semarang bemühen sich darum, etwas anzuschaffen und nach Marikoi zu schicken.

Pakistan

25.05.20: Im Laufe dieser Woche wurde der Lockdown fast vollständig aufgelöst, es gibt aber immer noch keinen öffentlichen Transport. Die Infektions- und Sterberaten steigen an. Die Schulen sollen voraussichtlich ab 15. Juli wieder öffnen – dies hängt aber auch davon ab, wie sich die Pandemie im Laufe des Juni weiterentwickelt. Die Schulen müssten auch massiv in sanitäre Anlagen investieren und überhaupt Wasser zum Händewaschen „organisieren“?! Bislang planen wir, ab Anfang Juli die Kinder eventuell in Gruppen zurückzurufen. Da es bei uns in allen drei Heime normalerweise sehr eng zugeht, wird es mit dem Abstandhalten nicht einfach.

In Karachi hat die Provinz-Regierung strenge Schutzmaßnahmen verordnet. Schon Ende Februar wurden die Schulen geschlossen und die Abschlussprüfungen abgesagt. Angeblich sollen sie bis Ende Mai (!!) geschlossen bleiben (über den islamischen Fastenmonat hin) und dann soll das neue Schuljahr beginnen. Ab Mitte März wurde das ganze öffentliche Leben lahmgelegt und die Kinder durften nicht mehr in den drei Heimen bleiben. Sie mussten zu ihren Angehörigen zurück, obwohl dort in den engen Behausungen die Ansteckungsgefahr viel größer ist. Die Schwestern und unsere deutsche Mitarbeiterin halten die Stellung und hoffen, dass die Kinder bald wieder in die Heime zurück können.

Auch unser Haus Emmanuel in Rawalpindi musste geschlossen und alle Kinder in ihre Familien entlassen werden. Seit Mitte März bis mindestens Ende Mai sind alle Schulen geschlossen. Wir sind sehr dankbar, dass wenigstens die Abschlussprüfungen der 10. Klasse vorher fertig waren. Anfang April kam eine neue Anordnung, dass die Schulen allen Kindern ausgedehnte Ferienhausaufgaben geben müssen, damit sie nicht so viel versäumen. Damit die Kinder aus schwierigen Verhältnissen damit zurechtkommen, begann Schwester Sonja zusammen mit den Nachhilfelehrerinnen vom Haus Immanuel einen „Hausaufgaben-Notdienst“, in dem besonders bildungsferne und schwache Kinder regelmäßig Anleitung und Betreuung bekommen.

Infektionsfälle unter unseren Kindern und Mitarbeitern sind jedoch bisher nicht bekannt.


Gott, der Vater, wird auf die rechte Art geehrt, wenn jemand den Waisen und Witwen in ihrer Not beisteht...

Jakobus 1:27 a | Die Bibel (Gute Nachricht)