Covid-Update-03 | CTW-Hilfe ausgeweitet!

Alleine in Indien hat der CTW bereits 80 Tonnen Lebensmittel verteilt

Die einheimischen Mitarbeiter arbeiten unermüdlich dafür, dass die Versorgung nicht abbricht.

Versorgung von Tagelöhnern

Es ist unvorstellbar für uns in Mitteleuropa: Seit Monaten sitzen ganze Arbeiter-Familien, teils mit Kleinkindern in den Großstädten fest, da sie weder arbeiten noch reisen dürfen. Ohne Nahrung, Toiletten, Waschgelegenheit – ohne Dach über dem Kopf vegetieren sie vor sich hin.

Aus unserer anfänglichen Ausgabe von 300 Mahlzeiten an jedem zweiten Tag ist inzwischen ein umfangreiches Hilfsprogramm geworden, da schnell klar wurde, dass sich sonst niemand um diese Menschen kümmern wird. In der Umgebung unseres indischen Verwaltungsbüros verteilen wir nun 600 Mahlzeiten täglich. Der größte Teil davon wird in einer staatlichen Unterkunft verteilt. Die staatlichen Stellen versuchen dort den Strom der Bedürftigen so einzuteilen und zu lenken, dass möglichst alle etwas abbekommen. Weitere Rationen werden direkt an die Stellen gebracht, wo Familien hausen, die die Ausgabestelle nicht erreichen können, z.B. weil sie Kleinkinder bei sich haben.

Da es weiterhin fast nicht möglich ist, gewerbliche Lieferanten für zubereitete Mahlzeiten zu bekommen, wird dieses Hilfsprogramm vollständig von unseren Büromitarbeitern und einigen Freiwilligen unserer örtlichen Kirchengemeinde bestritten. Die Kirchengemeinde stellt uns auch ihre Räumlichkeiten für die gesamte Logistik und die Zubereitung der Mahlzeiten zur Verfügung.

Versorgung der CTW-Kinder

Die fast 1.000 Kinder, die wir normalerweis in unser Obhut haben, mussten wir auf Anordnung der Behörden nachhause entlassen – versorgt sind sie trotzdem! Mit ihrem unermüdlichen Einsatz machten es unsere einheimischen Mitarbeiter von Anfang an möglich, dass die Versorgung aller Kinder und sogar ihrer Familien lückenlos gewährleistet war! Dabei haben wir auch so manches Wunder erlebt. Oft haben wir in letzter Minute Sondergenehmigungen für den Lebensmitteltransport erhalten. In diesem Monat galt nur wenige Stunden nach unserer letzten Auslieferung in die entlegenen Gebiete Ausgangssperre.

An dieser Stelle auch ein ganz herzliches Dankeschön an alle Unterstützer. Es ist eine große Ermutigung für die einheimischen Mitarbeiter – nicht nur in Indien – zu sehen, dass Sie uns weiterhin verlässlich unterstützen.

Hilfe für Pastoren

An sie wird häufig nicht gedacht: Auch viele Pastoren stehen plötzlich ohne Einkünfte da. Sie leben ausschließlich von einem Teil der sonntäglichen Gottesdienst-Kollekte. Wenn aber keine Gottesdienste stattfinden gibt es auch keine Kollekte. Pastoren, die ihren Dienst in den Dschungeldörfern tun, können zurzeit keine Hilfe von den Gemeindemitgliedern erwarten. Sie müssen selbst sehen, wie sie überleben ohne ihre Arbeit auf dem Bau oder in der Landwirtschaft. Über unser Netzwerk war es möglich auch hier eine besondere Verteilaktion zu organisieren. So konnten wir bisher 100 Pastoren-Familien unterstützuen. Weitere sind für diesen Monat (August 2020) geplant.

Spenden hierfür sind sehr willkommen: Klick

Hier finden sie erste Bilder von den Vorbereitungsarbeiten und der Not-Speisung:


Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gereicht.

Die Bibel | Matthäus 25, 35a