Kinderheim Hogar del Sol

Jujuy, Argentinien

In einem Vorort von Jujuy liegt das Heimgelände von „Hogar del Sol“ = „Haus der Sonne“. Eine „Sonnen-Heimat“ soll es für die Kinder sein, die in ihrem bisherigen Leben schon traumatische Erfahrungen gemacht haben. Sie werden in kleinen Familiengruppen von argentinischen Hauseltern oder Hausmüttern betreut.

In der Regel werden die Kinder vom Jugendamt zu uns geschickt, weil sie keine Eltern mehr haben oder weil ihre Eltern nicht in der Lage sind, ihren Kindern auch nur ein Minimum an Liebe und Schutz zu bieten. Manche Mütter lassen aus Verzweiflung ihre neugeborenen Kinder mit falscher Adressangabe im Krankenhaus zurück. Diese Kinder werden im Heim liebevoll betreut, bis sich Adoptiveltern für sie finden. Andere sind krank oder behindert und brauchen besonders viel Zeit und Aufmerksamkeit. Manche sind durch ihre schwierige Vergangenheit körperlich und seelisch geschädigt oder schwer verhaltensgestört. Sie erhalten psychologische Behandlung, individuelle Sprachtherapie, intensive medizinische Versorgung sowie auch langwierige Zahnbehandlungen. Diese intensive Betreuung verursacht verhältnismäßig hohe Unterhaltskosten.

Die Schwestern Babet und Ulrike verbringen viel Zeit auf Ämtern und in Krankenhäusern. Sie motivieren die Mitarbeiter und vertreten diese bei Krankheit und an freien Tagen. Die Kinder gehen in nahe ­gelegene Schulen. Die älteren erhalten eine Ausbildung, die ihren Begabungen entspricht. Wenn sie schon selbständig sind oder eigene Familien gegründet haben, kommen sie gern ins Heim in „ihre Familie“ zurück.

Die kleine Ortsgemeinde unterstützt die Schwestern und Mitarbeiter sehr. Nach den Sonntags-Gottesdiensten gibt es „Sonntagsschul-Gruppen“ für alle Altersstufen, von Kleinkindern bis zu den Senioren. Einmal in der Woche findet eine Kinderstunde auf dem Heimgelände statt, zu dem auch Kinder von außerhalb kommen. Hier wird gespielt, gesungen, eine biblische Geschichte gehört, gebastelt – und den Kindern Jesus lieb gemacht. Es ist unser Wunsch und Gebet, dass die Kinder ein festes Lebensfundament bekommen und später selbst positiv verändernd in die Gesellschaft hinein wirken.



Gott, der Vater, wird auf die rechte Art geehrt, wenn jemand den Waisen und Witwen in ihrer Not beisteht und sich nicht an dem ungerechten Treiben dieser Welt beteiligt.

Jakobus 1:27 | Die Bibel (Gute Nachricht)