Deborah Mädchenheim

Chirala, Indien | 3076

Die Kleinstadt Chirala liegt im Bundesstaat Andhra Pradesh am National Highway No 5, dem Hauptverkehrsweg am Golf von Bengalen. Die Bevölkerung in dieser Gegend ist sehr arm. Als Tagelöhner in der Landwirtschaft zu arbeiten ist für die Menschen hier fast die einzige Möglichkeit ihr „tägliches Brot“ zu verdienen. Aber vielen gelingt es nicht einmal einen solchen Job zu ergattern. Der Anteil der Bevölkerung, der unter dem Existenzminimum lebt, liegt noch über dem landesweiten Durchschnitt.

Wie man sich denken kann, sind hiervon in besonderer Weise die Kinder betroffen. Viele von ihnen sind schlecht ernährt, an einen Schulbesuch, der eigentlich auch in Indien Pflicht ist, ist nicht zu denken. Das Geld für die Schulkosten ist nicht vorhanden und die Arbeitskraft der Kinder ist in vielen Familien unentbehrlich.

Um dieser Not zu begegnen rief die jetzige Heimleiterin Miss Malleswari ein Mädchenheim ins Leben. Sie bekam von der Evangelischen Landeskirche die Erlaubnis, ein Gebäude auf dem Gelände eines ehemaligen Missionskrankenhauses für diese Arbeit zu nutzen. Im Juli 1998 wurde das Heim eröffnet. Mit großem Engagement betreut und versorgt Miss Malleswari seitdem die 50 Mädchen, die inzwischen das Heim bewohnen. Immer wieder sorgt sie mit ihrem Einfallsreichtum für Verbesserungen in diesem Projekt. Die laufenden Kosten für das Deborah Mädchenheim werden seit Beginn dieser Arbeit durch den Christusträger-Waisendienst getragen.

Dies bedeutet für die Kinder regelmäßige, ausgewogene Ernährung, Kleidung, Hygiene, eine liebevolle Betreuung und natürlich eine sichere Unterkunft. Vor diesem Hintergrund wird es den Kindern erst möglich, die Schule zu besuchen und zu lernen, anstatt den Tag mit den Eltern auf dem Feld zu verbringen.



Gott, der Vater, wird auf die rechte Art geehrt, wenn jemand den Waisen und Witwen in ihrer Not beisteht und sich nicht an dem ungerechten Treiben dieser Welt beteiligt.

Jakobus 1:27 | Die Bibel (Gute Nachricht)